Matcha ist japanisch und bedeutet gemahlener Tee. Es handelt sich dabei um einen besonderen Grüntee in Pulverform. Ursprünglich stammt der Tee aus China, wo er schon in buddhistischen Klöstern hergestellt und als Heilmittel eingesetzt wurde. Die bestimmte Teesorte sowie das einzigartige Herstellungsverfahren sind für die Qualität entscheidend wichtig.
Die Pflanzen werden einige Wochen vor der Ernte mit einem Netz abgedeckt, so dass sie nur 90% des Sonnenlichts abbekommen. Dadurch wird die Chlorophyllproduktion der Pflanze angekurbelt, der Reifeprozess verlängert und damit die Qualität gesteigert.
Zur Herstellung des Pulvers werden nur die obersten zartesten Blättchen gepflückt, die getrocknet und ganz fein gemahlen werden.
Beim Kauf von Matcha ist äußerste Vorsicht geboten, da es sehr große Qualitätsunterschiede zu verzeichnen gibt.
Der Tee sollte eine intensive und leuchtend hellgrüne Farbe haben und beim Öffnen oder Schütteln des Pulvers stauben. Der Staub sollte dabei fast aussehen wie Rauch. Keinesfalls darf das Pulver nur grob gemahlen, gelblich oder bräunlich sein und eine ausgeprägte Bitternote haben.
Der Unterschied zu „normalen“ Grüntee liegt darin, dass er nicht im Teebeutel zieht, sondern das Pulver im Wasser aufgelöst wird. Somit wird das Teeblatt im Ganzen genossen – also mit allen seinen wertvollen Inhaltsstoffen.
Kaum ein anderes Naturprodukt liefert so viele zellschützende Antioxidantien wie der Matcha.
Neben zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen enthält der Tee verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe (v.a. Polyphenole, Chlorophyll, Beta Carotin und Koffein), die ihn so wertvoll machen.
Matcha besitzt einen der höchsten ORAC-Werte (Oxygen Radical Absorbance Capacity). Der ORAC-Wert gibt die antioxidative Kapazität eines Stoffes oder Lebensmittels an. Mit einem unschlagbaren Wert von rund 1380 TE/g übertrifft Matcha viele andere Antioxidantien-Stars.
Sein besonders hoher Chlorophyllgehalt kann z.B. beim Aufbau neuer Blutzellen helfen und zudem die Abwehrkräfte steigern. Desweiteren kann Chlorophyll Entzündungen hemmen und Gifte aus dem Körper verbannen.  
Das Beta-Carotin – die Vorstufe des Vitamin A, kann für die Augen, die Haut und die Schleimhäute Gutes tun.

Matcha hat den großen Vorteil, dass das Koffein in einer besonderen Form vorliegt, nämlich gebunden an die ebenfalls im Tee vorhandenen Gerbstoffe. Aus diesem Grund ist das Koffein viel verträglicher als das isolierte Koffein in anderen koffeinhaltigen Getränken wie z. B. Kaffee. Gleichzeitig enthält Matcha auch sehr viel L-Theanin, eine Aminosäure, die beruhigend wirkt und den aufputschenden Effekt des Koffeins deutlich abmildert. Dennoch ist der Matcha nicht für Schwangere und Kinder geeignet.
Rezept:
Sehr wichtig ist bei der Zubereitung des Tees, dass das Pulver niemals mit kochend heißem Wasser übergossen wird. Max. 80 Grad sollte das Wasser warm sein.
½ Teelöffel Matchapulver in eine große Tasse geben. Etwas stilles und reines Wasser dazugeben, so dass gerade mal der Boden der Tasse bedeckt ist. Mit einer Gabel verquirlen und schlagen, bis sich an der Oberfläche Schaum bildet und sich das Pulver vollständig im Wasser gelöst hat. Dann Hafermilch (Zimmertemperatur oder direkt aus dem Kühlschrank) dazu geben, bis die Tasse nicht ganz halb voll ist. Danach abgekochtes, noch heißes aber nicht mehr kochendes Wasser dazu geben, umrühren, fertig!

So schmeckt der Matcha Tee einfach lecker und kann auch ganz gut den Milchkaffee ersetzen ;-)

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