Ein kleiner Exkurs in die Welt der Fette und Öle....
Fette haben unterschiedlichste Funktionen im Körper und gehören neben den Eiweißen/Proteinen und Kohlenhydraten zu den  Makronährstoffen = Energielieferanten.  
Für den Körper sind sie die kurzfristige Energiequelle, der langfristige Energiespeicher, Aufbaustoffe der Zellmembran, Wärmedämmung, Schutzschichten, Lösemittel für diverse Vitamine, Bausteine des Nervensystems, sie kitten Risse in Gefäßwänden wenn Vitamin C zur Kollagenbildung fehlt und vieles mehr. Sie machen 17-31% des Körpers aus.
Fette, die bei Raumtemperatur flüssig sind nennt man Öle.
Fette lösen sich nicht in Wasser und bei zu viel eingelagertem Fett leidet die Durchblutung.
Die Fette (Triglyceride) bestehen aus je einem Glycerinmolekül und 3 Fettsäuren.
Die Fettsäuren können gesättigt oder ungesättigt sein.

Ungesättigte Fettsäuren findet man z.B. in Nüssen, Samen und pflanzlichen Ölen (Sonnenblumen-, Distel, Lein-, Hanföl, usw.) Sie besitzen in ihrer chemischen Struktur mindestens eine (einfach ungesättigt) bzw. mehrere (mehrfach ungesättigt) Doppelbindungen. Ungesättigt Fette sollte man niemals härten oder erhitzen und Oxidationen durch Sauerstoff oder Licht sollten tunlichst vermieden werden, damit sich ihre gesunde, ursprüngliche CIS-Form nicht in ihre ungesunde Trans-Form verwandelt (Transfettsäuren). Je mehr Doppelbindungen desto anfälliger das Fett.
Transfette machen die Zellmembran starr und unflexibel und können dadurch viele gesundheitliche Schäden anrichten wie Demenz, Alzheimer, Parkinson. Ausserdem blockieren sie die Einlagerung der nützlichen Fette. Sie fördern auch die Entstehung von Entzündungsprozessen. Viele Fertiggerichte sind aus gehärteten pflanzlichen Fetten hergestellt. Pflanzliche Fette sind sogar gesund, jedoch macht sie die Härtung zu ungesunden Fetten.
Ungesättigte Fettsäuren können also sowohl äußerst gesund (CIS-Form) als auch gesundheitsgefährdend (Trans-Form) sein, wenn sie falsch behandelt werden.

Gesättigte Fettsäuren findest man in tierischen Fetten wie Butter, Milch, Sahne, Käse, Wurst sowie in Kokosfett und Palmfett (letzteres ist zwar gesund, aus ethischen Gründen sollte hierauf aber jedoch unbedingt verzichtet werden, Berichte über Palmfett sind im Internet zu finden). Gesättigte Fettsäuren besitzen keine Doppelbindungen, weswegen sie beliebig hoch erhitzt werden können. Man braucht auch keine Oxidation zu fürchten. Härten muss man sie gar nicht erst, da sie bis weit über Raumtemperatur im festen Zustand bleiben.
Und nun kommen wir zu je einem besonders gesunden Vertreter der gesättigten und ungesättigten Fette ……..
1. Kokosöl – ein wichtiger Vertreter der gesättigten Fettsäuren
 Kokosöl ist eines der gesündesten und wertvollsten Öle der Welt. 
Die Vorteile von Kokosöl:
Da es zu den gesättigten Fettsäuren gehört ist es gut geeignet zum Braten und Backen.
Es gehört zu den sogenannten mittelkettigen Fettsäuren, ist dadurch leichter verdaulich und wird vom Körper selten ins Fettgewebe eingelagert.
Es wird traditionell eingesetzt, um die Wärmebildung im Körper stimulieren (gegen kalte Hände und Füsse speziell in den Wintermonaten).
Es wird zur Unterstützung des Stoffwechsels eingesetzt.
Aufgetragen auf Schürf- und Schnittwunden wird es aufgrund seiner antibakteriellen, antiviralen und fungiziden Wirkung traditionell eingesetzt, um vor Infektionen zu schützen und die Wunde schneller heilen  zulassen.
Einmassiert in die Kopfhaut wird es traditionell eingesetzt bei Schuppen und bakteriellem oder pilzbedingtem Haarausfall.
Kokosöl wird eingesetzt zur Unterstützung beim Entgiften. Dazu sollte man jedoch 7mal täglich 1-2 Teelöffel über eine Dauer von 7 Tagen zu sich nehmen.
Desweiteren kann Kokosöl äußerst sinnvoll eingesetzt werden als Deo, als Lippenpflege, als Zahnpasta, als Make-Up-Entferner und zur Pflege empfindlicher Haut. Probieren Sie es doch einfach mal aus!
Literaturtip:
 Bruce Fife: Kokosöl – Das Geheimnis gesunder Zellen (Kopp-Verlag)

2. Leinöl – ein wichtiger Vertreter der ungesättigten Fettsäuren
Da es zu den ungesättigten Fettsäuren gehört ist es gut geeignet für Salatdressings, da diese nicht erhitzt werden. Natürlich ist es auch sehr förderlich für die Gesundheit, täglich 2 TL davon pur einzunehmen.
Zu beachten ist unbedingt die richtige Lagerung. Da Leinöl wie gesagt mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthält ist es äußerst anfällig für Oxidation und nur begrenzt haltbar. Daher sollte Leinöl wenn möglich im dunklen Kühlschrank gelagert und innerhalb von wenigen Wochen nach Anbruch der Flasche aufgebraucht werden. Mit zunehmender Lagerdauer nimmt das Vitamin E  im Leinöl ab, das die Fettsäuren schützt.
Leinöl enthält einen großen Anteil Omega-3-Fettsäuren. Dies bedeutet übrigens, dass sich die erste der Doppelbindungen am dritten Kohlenstoffatom befindet – vom Omega-Ende der Fettsäure aus gesehen. Omega-3-Fettsäuren sind für uns besonders wichtig, da unsere Ernährung sehr Omega-6-fettsäurenlastig ist und dies mit Hilfe von Omega-3-Fettsäuren ausgeglichen werden muss.
Die Vorteile von Leinöl (der Omega-3 Fettsäuren):
Omega-3 Fettsäuren werden traditionell eingesetzt bei Gefahr von Herz- und Kreislauferkrankungen, in dem sie u.a. die Zusammenballung von roten Blutblättchen verhindern und diese elastisch halten. Sie sorgen damit für flexible Blutgefäßwände. 
Omega 3 Fettsäuren werden traditionell eingesetzt bei Entzündungen.
Leinöl wird eingesetzt zur Unterstützung der Nierenfunktion bei chronisch nierenerkrankten Personen zur Verbesserung der Nierenwerte.
Leinöl wird traditionell eingesetzt, um Blutfett- und Zuckerwerte zu verbessern.
Aus der Omega-3-Fettsäure stellt der Körper selbst DHA (Docosahexaensäure) und EPA (Eicosapentaensäure) her, welche sonst fast nur in fetten Fischen enthalten sind.
DHA sorgt für flexible und reaktionsfreudige Gehirnzellen und kann so bei geistiger Unruhe sowie Vergesslichkeit und Depressionen helfen
EPA wirkt entzündungshemmend. Es ist Ausgangsstoff zur Bildung von Gewebshormonen, die für das Immunsystem, die Blutgerinnung, den Blutdruck und die Herzfrequenz benötigt werden. EPA kann somit stimmungsaufhellend wirken und Ängste und Depressionen vermindern.

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